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Heute sind wir halb sechs aufgestanden. Haben uns die Zähne geputzt und sind runter zum Strand gegangen. Die Sonne stieg gerade hinter einer der Inseln empor und färbte alles rot.

Der Strand war voll. Hunderte Menschen tummelten sich im Wasser, im Sand und in dem kleinen Park davor. Frühsport. Für uns und für alle anderen. Die anderen waren Vietnamesen. Die Bewohner der Stadt, die jeden Tag zum Sonnenaufgang zum Meer strömen. Sie joggen, spielen Federball oder absolvieren ihre Übungen. Armkreisen, Hüftwippen, Kniebeugen. Manche setzen sich auch einfach auf eine Bank und drehen den Kopf von rechts nach links und umgekehrt. Ihnen geht es nicht um den Sport, um Kraft oder Schweiß. Es geht um die Bewegung. Es sind viele ältere Menschen unter ihnen. Sie strecken ihre Arme hoch in die Luft und lassen sie dann nach unten fallen. Sie schwingen abwechselnd ihre Beine hin und her oder laufen auf der Stelle. Einzeln und in Gruppen.

Wir suchten uns ein freies Fleckchen und machten unsere Übungen. Frühsport. Liegestützen auf einem Bein, Kniebeugen, Kraft- und Ausdauerübungen. Im Freien. Am Strand. Bei Sonnenaufgang. Mit gefühlt tausenden Vietnamesen. Was für ein Erlebnis.

Anschließend ging es ins Wasser. Ins Meer. Schwimmen. Abkühlen, denn noch war es angenehm frisch. Wobei sich die Sonne auf unseren Köpfen bereits bemerkbar machte. Deswegen tragen auch viele Einheimische Mützen im Wasser. Badekappen und Sonnenhüte. Ein lustiges Bild. Auch, wie sie am Strand sitzen und sich mit dem Sand die Haut abrubbeln. Ein natürliches Peeling. Jeden Morgen. Was für ein tolles Ritual! Was für ein wunderbarer Start in den Tag! Denn die Müdigkeit verschwindet wie von selbst. Fit und gestärkt gingen wir nach einer Dusche im Hotel zum Frühstück. 7 Uhr. Wir waren die ersten.

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