Ankunft in Saigon

Nun sind wir in Ho Chi Minh Stadt angekommen. Der größten Stadt Vietnams. Wir sind in Sài Gòn untergekommen, dem ersten Bezirk. Mitten drin. Mal wieder.

So richtig gefreut haben wir uns auf diese Stadt nicht. Denn sie soll noch lauter und chaotischer sein als Hanoi im Norden. Und dort hatten wir anfangs ja so unsere Probleme und brauchten viel Zeit, um uns an die Hektik und den Verkehr zu gewöhnen.

Als wir mit dem Bus hier ankamen, war es dann allerdings gar nicht so schlimm. Es war abends, bereits dunkel. Wir gingen noch kurz etwas Essen und guckten neugierig die Straßen entlang. Eine Großstadt. Lauter und dreckiger als die letzten Städte. Aber eigentlich ganz schick.

Nächsten Tag allerdings kippte bei mir die Stimmung. Ja, Ho Chi Minh ist wesentlich chaotischer als Hanoi. Der Verkehr ist der Wahnsinn. Hunderte Motorräder warten an den Ampeln und brausen wie ein Schwarm Bienen los, sobald das grüne Licht aufleuchtet. Das Hupen ist ein Dauergeräusch und die Abgase teilweise nicht zu ertragen. Laut, hektisch und anstrengend. Dazu diese Rücksichtslosigkeit. Gestern hätte mich ein Autofahrer fast umgenietet als er um eine Kurve fuhr. Sein Seitenspiegel hat mich bereits gestriffen. Es ist nichts passiert, aber hat mich dennoch aufgeregt. Es ist nicht einfach, sich daran zu gewöhnen. Aber wir versuchen es weiter. Versuchen nicht zu erschrecken, wenn der Bürgersteig mit Fahrzeugen vollgestellt ist, wir auf der Straße laufen müssen und von hinten ein lautes Hupen ertönt. Oder wenn uns eine Sekunde später ein Motorrad entgegenkommt und direkt vor unseren Fußspitzen einschert. Es ist ja alles nicht böse gemeint. Nur für uns so wahnsinnig unsensibel. Fast aggressiv in meiner Wahrnehmung.

Zweite Chance. Heute ist ein neuer Tag. Schon so oft brauchten wir für eine Stadt einen zweiten Anlauf. Der startet jetzt. Gestern waren wir zwar bereits in der Stadt unterwegs, jedoch mehr um die nächsten Tage zu organisieren. Hotel, Ausflug, Flug nach Malaysia. Sind kaputt und leicht genervt zurück ins Hotel. Heute wollen wir uns die Stadt näher ansehen. Die Kathedrale, den Fluss Song Sai Gon und das Opernhaus. Vielleicht irgendwo einen leckeren Eiskaffee trinken. Es gibt ja einiges zu entdecken in Ho Chi Minh. Also, neuer Tag – neues Glück.

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